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Prügelvideo aus Gossau

Nach Prügelattacke im Grüt: Vier Jugendliche festgenommen

Nachdem ein Video einer brutalen Attacke auf einen 14-Jährigen für Aufsehen gesorgt hatte, hat die Kantonspolizei Zürich vier mutmassliche Täter verhaftet. Weitere Jugendliche stehen im Visier der Ermittler.

Die Kantonspolizei Zürich hat vier Jugendliche festgenommen, die einen 14-Jährigen angegriffen haben sollen. (Symbolbild)

Foto: Keystone SDA

Nach Prügelattacke im Grüt: Vier Jugendliche festgenommen

Prügelvideo aus Gossau

Nachdem ein Video einer brutalen Attacke auf einen 14-Jährigen für Aufsehen gesorgt hatte, hat die Kantonspolizei Zürich vier mutmassliche Täter verhaftet. Weitere Jugendliche stehen im Visier der Ermittler.

Im Fall der mutmasslichen Gruppenattacke auf einen 14-Jährigen im Grüt ist der Kantonspolizei Zürich ein Ermittlungserfolg gelungen. In Medienberichten hatte es zuerst geheissen, der Vorfall von Freitagnacht habe sich in Wetzikon ereignet – dies ist allerdings gemäss Angaben der Kantonspolizei nicht zutreffend.

Am Mittwochabend stellte sich ein 16-jähriger Portugiese selbst der Polizei und wurde verhaftet. Am Donnerstagmorgen nahmen Einsatzkräfte der Kantonspolizei und der Stadtpolizei Wetzikon drei weitere mutmassliche Angreifer fest: einen 15-jährigen Schweizer sowie einen 13-jährigen Eritreer und einen 13-jährigen Kosovaren.

Bei mehreren Hausdurchsuchungen stellten die Ermittler Beweismittel sicher, darunter auch die mutmasslich verwendete Imitationswaffe. Nach den polizeilichen Befragungen werden die Jugendlichen der Jugendanwaltschaft des Kantons Zürich zugeführt.

Mutmassliches Opfer meldete sich selbst bei der Polizei

Der Vorfall ereignete sich bereits am Freitagabend vergangener Woche. Ein 14-jähriger Deutscher meldete sich am Montag bei der Kantonspolizei und gab an, von einer Gruppe Jugendlicher massiv angegriffen worden zu sein. Aufgrund seiner Verletzungen musste er sich in Spitalpflege begeben.

Nach bisherigen Erkenntnissen wurde der Jugendliche mit Faustschlägen und Fusstritten gegen Kopf und Körper attackiert. Zudem soll ihn die Gruppe mit einer Schusswaffe oder einer Imitationswaffe sowie mit einer Machete bedroht haben.

Für Aufsehen sorgte der Fall, nachdem ein Video der Attacke in den sozialen Medien kursiert hatte. Damals bestätigte die Kantonspolizei auf Anfrage dieser Redaktion lediglich, dass Ermittlungen laufen, machte aber keine weiteren Angaben zum Vorfall.

Die Ermittlungen dauern weiterhin an. Nach Angaben der Kantonspolizei wird gegen weitere mutmassliche Beteiligte im Alter zwischen 13 und 16 Jahren aus der Schweiz, Eritrea und Portugal ermittelt. Zudem prüfen die Behörden, ob die Jugendlichen auch für weitere ähnlich gelagerte Gewaltdelikte verantwortlich sein könnten.

Schule des Opfers meldet sich per Brief an Eltern

Die Gewalttat beschäftigt inzwischen auch die Schule des Opfers. In einem Schreiben an die Eltern, das dieser Redaktion vorliegt, teilt die Geschäftsleitung Bildung der Stadt Wetzikon mit, man nehme den Vorfall «sehr ernst» und stehe in engem Austausch mit der Kantonspolizei Zürich. Gleichzeitig betont die Schule, dass die Sicherheit der Kinder und Jugendlichen gewährleistet sei.

Weil der Fall grosse öffentliche Aufmerksamkeit erregt habe, bittet die Schule Eltern und Schülerinnen und Schüler zudem, gegenüber Medienschaffenden keine Auskünfte zu erteilen. Dies diene dem Schutz aller beteiligten Jugendlichen und ihrer Familien.

Bei Verunsicherung könnten sich die Schülerinnen und Schüler jederzeit an die Schulsozialarbeit oder andere Vertrauenspersonen wenden. Auch die Eltern werden aufgefordert, sich bei Fragen oder Beobachtungen an die Schulleitung zu wenden.

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