Grosse Unwetterübung in Illnau-Effretikon forderte die Feuerwehr
Üben für den Ernstfall
Die Feuerwehr Illnau-Effretikon/Lindau und deren Nachwuchs stand am Samstag an mehreren Orten im Einsatz. Die Erwachsenen bewältigten eine Übung in Illnau-Effretikon, die Jugendfeuerwehr hingegen in Weisslingen.
«Swimming Pool» – unter diesem Namen führte die Feuerwehr Illnau-Effretikon/Lindau am Samstag eine grosse Übung durch. Sie simulierte dabei verschiedene Unwetterereignisse – vorwiegend im Gebiet Illnau sowie an der Sportplatzstrasse in Effretikon.


Die Szenarien waren vielfältig und forderten die Einsatzkräfte über mehrere Stunden. Dabei gab es Situationen wie eine überschwemmte Unterführung beim Rösslikreisel oder auch Wasser im Keller und in einer Garage zu bewältigen. Zu alledem trat aus einer defekten Bauschuttmulde eine milchige Flüssigkeit aus. Auf mehreren Dächern mussten ausserdem lose Ziegel und Fensterläden gesichert werden – alles extra für die Übung inszeniert.





Das Ziel von dieser war es, dass die Feuerwehrangehörigen ihr Wissen vertiefen und das im Ernstfall nötige Zusammenspiel trainieren können. «Wir wollten die Dinge praktisch umsetzen, die bis anhin eher theoretisch waren», sagt Feuerwehrkommandant Martin Mettler.
Mit der Grossübung ist er sichtlich zufrieden. «Wir konnten viele neue Erkenntnisse sammeln.» Beispielsweise, wie die Koordination bei mehreren zeitgleich auftretenden Notfällen erfolgen könnte. Das Wissen werde nun in weiteren Schritten vertieft und in einem Einsatzkonzept verarbeitet.
Insgesamt beteiligten sich 70 Personen, wobei jeweils die Hälfte entweder am Morgen oder am Nachmittag im Einsatz stand. Für die Übung wurden zudem die Autodrehleiter, das Tanklöschfahrzeug, Fahrzeuge der Öl- und Wasserwehr sowie der Materialtransporter genutzt.

Die Feuerwehrleute konnten sich voll und ganz auf die Übung konzentrieren. Denn während der gesamten Übungsdauer kam es zu keinem Ernstfall, wie die Fachverantwortliche Feuerwehr von Illnau-Effretikon schreibt. Ansonsten hätte die Feuerwehr diesen prioritär behandelt. «Damit auch sicher erkannt worden wäre, dass es sich um einen Ernstfall handelt, wurde vorgängig ein Codewort vereinbart.»
Grossübung der Jugendfeuerwehr
Während die Erwachsenen ihre Übungen auf «heimischem» Boden absolvierten, stand der Feuerwehrnachwuchs in dieser Zeit in Weisslingen im Einsatz. Denn dort fand am selben Nachmittag eine grossangelegte Übung der Jugendfeuerwehr des Bezirks Pfäffikon statt.

Insgesamt beteiligten sich rund 60 Jugendliche an der Übung – gut 10 davon waren von der Jugendfeuerwehr Illnau-Effretikon/Lindau. Deren Kommandant Martin Mettler sagt: «Die Jugendlichen üben Szenarien, wie sie auch die Erwachsenen zu meistern haben.» Geübt wurden letztlich typische Ernstfälle wie Strassenrettungen und das Löschen von Bränden. (jgu)