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Aus dem Sex-Betrug wurde eine teure Nummer

Auf Snapchat findet man lustige Filmli und zuweilen auch Angebote für Sex - sogar für solchen, den es dann gar nicht gibt, wie ein Oberländer Fall zeigt.

Snapchat: nicht nur die Adresse für lustige Filmli, sondern auch für Sex – sogar solchen, den es dann gar nicht gibt, wie in einem Oberländer Fall.

Symbolfoto: Pixabay

Aus dem Sex-Betrug wurde eine teure Nummer

Junge Oberländerin verurteilt

Sie offerierte Sex gegen Cash, er bezahlte – aber erhielt nichts dafür. Diese Masche kostet eine Oberländerin nun viel Geld.

 

Die Internetplattform Snapchat ist primär bekannt für mehr oder weniger lustige Kürzestvideos. Doch auch Textnachrichten lassen sich auf dieser vor allem bei den Jungen beliebten Social-Media-Seite austauschen. Und dabei ist Sex zuweilen ein Thema.

Vorauszahlung überwiesen

So nutzte eine 21-jährige Zürcher Oberländerin drei Tage vor Weihnachten 2022 Snapchat, um mit einem Mann ein Date abzumachen. Beim Treffen sollte es dann zu «von ihr angebotenen sexuellen Dienstleistungen» kommen, wie es in einem kürzlich von der regionalen Staatsanwaltschaft erlassenen Strafbefehl heisst. Um welche «Dienstleistungen» es genau ging, wird nicht erwähnt.

Der Mann biss an, sprich: Er überwies sofort die von der Frau verlangte Vorauszahlung von 300 Franken.

Sie hatte nie die Absicht, ihn zu treffen

Und das war’s dann auch schon mit dem erhofften erotischen Abenteuer. Denn nachdem er bezahlt hatte, brach sie den Kontakt zu ihm ab.

Es war nämlich nie ihr Plan gewesen, dass es zu einem Treffen kommt. Laut Strafbefehl «beabsichtigte sie bereits zum Zeitpunkt der Vereinbarung, das vom Geschädigten erhaltene Geld für eigene Zwecke zu verwenden; dies ohne Gegenleistung ihrerseits.» Und: Die Frau habe gewusst, dass ihr Opfer nicht im Voraus überprüfen konnte, ob ihr Sex-Angebot wirklich ernst gemeint war.

Geldstrafe von 1500 Franken

Die Staatsanwaltschaft verurteilte die 21-Jährige wegen Betrugs. Sie muss eine Geldstrafe von 50 Tagessätzen à 30 Franken zahlen.

Zu diesen 1500 Franken kommen noch 800 Franken Verfahrenskosten. Die vermeintlich einträgliche Masche mit dem Sex-Angebot kommt die Oberländerin also auf 2300 Franken zu stehen – fast das Achtfache des Betrages, den sie ertrogen hatte.

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