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«Eine Brücke sollte 100 Jahre halten»

Die Aabachbrücke in Niederuster ist teilgesperrt. Der Grund dafür ist die mangelhafte Tragsicherheit, wie das Tiefbauamt bei einer Überprüfung festgestellt hat. Die Baudirektion erläutert die Hintergründe.

Wird derzeit auf Mängel überprüft: die Aabachbrücke in Niederuster.

Foto: PD

«Eine Brücke sollte 100 Jahre halten»

Eine vor kurzem durchgeführte Überprüfung von Brückenfachleuten ergab, dass die Tragsicherheit der Aabachbrücke in Niederuster nicht mehr komplett gewährleistet ist. Deshalb ist die Brücke ab sofort teilgesperrt, was heisst: Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen dürfen die Brücke einspurig befahren.

Dazu gehört auch die VZO-Buslinie 817. Lastwagen dürfen die Brücke hingegen nicht mehr passieren. Momentan ist das kantonale Tiefbauamt dabei zu prüfen, ob eine Sanierung Sinn ergeben würde oder ob die Brücke komplett abgerissen und erneuert werden muss.

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Isabelle Rüegg von der Medienstelle der Baudirektion des Kantons Zürich hat auf Anfrage Auskünfte zur Situation erteilt.

Frau Rüegg, die Aabachbrücke in Niederuster wurde vor 57 Jahren gebaut und vor 20 Jahren zuletzt saniert. Nun weisst sie erhebliche Mängel in der Tragsicherheit auf. Ist das normal, nach dieser Zeit?
Isabelle Rüegg : Grundsätzlich wird bei Brückentragwerken eine Nutzungsdauer von 100 Jahren angestrebt. Um dies zu erreichen, sind normalerweise mehrere Instandsetzungsmassnahmen notwendig. Das heisst, gewisse Mängel sind nach dieser Zeit normal. Erhebliche Mängel bei der Tragsicherheit sind hingegen unüblich.

Sind 20 Jahre hinsichtlich der Sicherheit, sprich einer regelmässigen Überprüfung, eine lange oder kurze Zeit?
Regelmässige Kontrollen werden nicht nur alle 20 Jahre gemacht, sondern die Brücken werden alle fünf Jahre inspiziert.

Wieso dürfen die VZO Busse die Brücke noch passieren?
Die Lasteinschränkung wurde im Sinne einer Risikominderung angeordnet. Der VZO-Bus weist ein geringeres Gewicht als der zugelassene Schwerverkehr auf, weshalb er von der Sperrung nicht betroffen ist.

Das Bauamt prüft nun, ob eine Instandsetzung sinnvoll ist. Wäre ein Neubau letztendlich nicht lohnenswerter?
Im Rahmen der laufenden Abklärungen wird der Umfang einer möglichen Instandsetzung ermittelt. Anschliessend wird das kantonale Tiefbauamt diese Instandsetzungsmassnahmen einem Ersatzneubau gegenüberstellen und die Bestvariante umsetzen.

Wie lange rechnen Sie mit der Sperrung der Brücke, beziehungsweise wie lange dauern solche technischen Abklärungen?
Die Verkehrseinschränkungen können voraussichtlich im Anschluss an die Instandsetzungsmassnahmen respektive an den Ersatzneubau aufgehoben werden. Aufgrund der laufenden Abklärungen ist noch unklar, ob die nötigen Massnahmen im Zuge des für 2024 geplanten Radweg- und Strassenprojekts an der Seestrasse in Niederuster oder bereits früher umgesetzt werden können.

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