Ende Dezember 2020 in Dürnten und keine drei Wochen später im aargauischen Staffelbach waren eine Volg-Filiale nach exakt demselben Muster überfallen worden: Zwei Vermummte hatten am frühen Morgen in der Dunkelheit der zuerst eintreffenden Mitarbeiterin aufgelauert, sie gepackt und ins Gebäude gestossen.
Unter Anwendung von körperlicher Gewalt – unter anderem wurde das Opfer in Dürnten am Hals fixiert und später gegen eine Türe gedrückt – forderte das mit einer illegalen Softair-Pistole bewaffnete Duo Geld. Im Zürcher Oberland flüchteten die Räuber dann mit gegen 6000 Franken, am anderen Ort mit über 16'000 Franken. Beide Taten dauerten nur wenige Minuten.
Einer geständig, der andere nicht
Als Tatverdächtige wurden zwei Serben eruiert, die damals zusammen in Rüti wohnten. Es stellte sich heraus, dass es sich um Cousins handelt.
Und nun kommt der grosse Knackpunkt des Falls: Einer der beiden war sofort geständig und erklärte, man habe die Überfälle gemeinsam durchgeführt, der andere Cousin jedoch stritt alles ab. Eine Haltung, die sie auch vor dem Bezirksgericht Hinwil vertraten, wo ihnen vor ein paar Tagen der Prozess gemacht wurde.

