Feuerwehr Zell rückt wegen Kilometer langer Ölspur aus
Ganze sieben Kilometer lang war eine Ölspur, die sich von Hinterrikon bis nach Lettenberg gezogen hat. Aus diesem Grund war am Dienstagnachmittag die Feuerwehr Zell mit rund acht Personen im Einsatz.
Ein Hydraulikleitung eines Landwirtschaftsfahrzeugs sei geplatzt, erklärt Kommandant Roman Siegenthaler auf Anfrage. «Der Lenker hat dies leider sehr lange nicht bemerkt.»
Bei längeren Ölspuren wie dieser arbeite die Feuerwehr mit einem externen Strassenreinigungsunternehmen zusammen. « Die Aufgabe der Feuerwehrangehörigen ist, bis zum Eintreffen der Unterstützung die grössten Ölflecken mit einem saugfähigen Material einzustreuen. »
Ebenso müssen sie für die Strassensicherheit sorgen: « Vor allem Hydrauliköl ist sehr rutschig, da muss man gut aufpassen » , so der Kommandant.
Sofort anhalten
Im Oktober hatte die Feuerwehr Zell bisher drei Einsätze wegen einer Ölspur. Vor gut zwei Wochen ging eine sogar von Rikon bis nach Turbenthal. «Die einzelnen Vorfälle haben aber nichts miteinander zu tun», betont Siegenthaler. Die Häufung sei Zufall.
« Wer einfach weiterfährt und seine Ölspur vertuschen möchte, der muss mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. »
Roman Siegenthaler, Kommandant der Feuerwehr Zell
Die Länge der Spuren sei davon abhängig, wie schnell die Fahrer etwas bemerkten. Wichtig sei, dass man als Fahrzeuglenker sofort anhält, erläutert der Kommandant.
Ebenso muss man den Vorfall unverzüglich melden: « Wer einfach weiterfährt und seine Ölspur vertuschen möchte, der muss mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. »
Wichtig für den Umweltschutz
Eine schnelle Reinigung sei unter anderem aus Umweltschutzgründen wichtig: «Es gilt zu verhindern, dass Öl ins Grundwasser gelangt oder sonst die Umwelt beschädigt», erklärt Siegenthaler.
« Wir melden unseren Aufwand der Gebäudeversicherung und diese stellt eine Rechnung. »
Roman Siegenthaler
Deshalb müsse die Feuerwehr teilweise Fachpersonen des Amts für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) aufbieten.
Versicherung bezahlt in der Regel
Die Kosten für einen Einsatz muss der Fahrzeughalter beziehungsweise dessen Versicherung berappen: « Wir melden unseren Aufwand der Gebäudeversicherung und diese stellt eine Rechnung » , erklärt Siegenthaler.
In der Regel muss der Halter dann den Selbstbehalt bezahlen: « Wer aber absichtlich weiterfährt, der muss mit einem Regress rechnen und tiefer in die Tasche greifen. »
