Mit der Beruhigung kamen die Unfälle
Das Auto, das vor kurzem in seinem Garten landete – zuvor hatte es einen Steinpoller umgelegt und den Zaun niedergewalzt -, war dann definitiv zu viel: Für das Sicherheitsproblem auf der Schönenwerdstrasse muss eine Lösung her, findet der SVP-Politiker Stefan Kaufmann. «Vor zirka acht Jahren wurde die Schönenwerdstrasse saniert und beruhigt. Nun müssen wir feststellen, dass sich das Konzept offenbar nicht bewährt, und der Verkehr weiter stark zunimmt, so dass es immer wieder zu gefährlichen Situationen kommt», hält der Landwirt in einer schriftlichen Anfrage an den Wetziker Stadtrat fest.
Zahlen sind gefragt
Gleich elf Fragen hat er an die Exekutive. So will er wissen, wie viele Fahrzeuge denn täglich durch die Wetziker Aussenwacht rollen, die zwischen Medikon und dem Seegräbner Ortsteil Sack liegt. Wunder nimmt ihn vor allem auch, wie viele geblitzt werden bei den regelmässigen Kontrollen.
In den Poller und den Hag
08.10.2020

Selbstunfall in Wetzikon Beitrag in Merkliste speichern
Weil die Strasse seit der Sanierung an einigen Stellen schmal ausgestaltet worden ist, kommt es immer wieder vor, dass Autos beim Kreuzen einen der vielen Steinpoller touchieren oder gleich umfahren. Kaufmann fragt sich, wie viele Poller in den letzten zwölf Monaten umgefahren wurden und ob die Polizei diese Unfälle aufgenommen hat.
Tempo 40 soll geprüft werden
Kaufmann sorgt sich vor allem um die Sicherheit der Schulkinder. Jugendliche aus dem Sack fahren über die Schönenwerdstrasse täglich mit Velo nach Wetzikon in die Oberstufe. Und Kinder aus dem Flecken sind mit dem Trottinett oder zu Fuss zum kleinen Schulhaus Robank unterwegs. Um die Gefahr zu entschärfen, hat Kaufmann gleich eine Reihe von Vorschlägen. So könnte seiner Ansicht nach etwa ein Fussgängerstreifen helfen oder bei den Verengungen der Vortritt signalisiert werden. Und schliesslich regt er Tempo 40 in den Weilern Neubruch, Robank und Linggenberg an.
Der Gemeinderat rechnet auch mit Mehrverkehr, den der geplante Baumarkt in Aathal bringen wird. Auch da will er vom Stadtrat wissen, was dieser zu tun genke, um die Schönnenwerdstrasse nicht noch stärker zu belasten.
Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass Kaufmann die Strasse zum Thema machte. Vor drei Jahren nervte er sich vor allem darüber, dass so viel Geld in die Verkehrsberuhigung mit den Pollern gesteckt worden sei.
