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Die zufälligen Corona-Brennpunkte

In der Region gibt es einige Gemeinden mit überdurchschnittlichen Corona-Fallzahlen. Rückschlüsse dazu gibt es aber keine.

In Ebmatingen gibt es aktuell bezogen auf die Einwohnerzahl am meisten Coronafälle. (Foto: Nicolas Zonvi)

Die zufälligen Corona-Brennpunkte

Am Freitag sind erstmals seit dem Ende des Lockdowns wieder über 500 Corona-Ansteckungen an einem Tag in der Schweiz vermeldet worden. Der Kanton Zürich gehört aktuell zu den drei am stärksten betroffenen Kantonen, neben der Waadt und Genf. Durchschnittlich 72 Fälle kamen in der vergangenen Woche Tag für Tag hinzu.

Klassen in Quarantäne

In der Region gab es seit Anfang September gleich an drei Schulen Alarm. Wegen einer Corona-infizierten Lehrperson mussten in Gossau zwei Klassen in Quarantäne. Dann sorgte eine angesteckte Lehrerin am Schulhaus Talacker in Uster dafür, dass neun andere Lehrer und 40 Kinder mindestens vorübergehend daheim bleiben mussten. Und schliesslich legten in Fehraltorf drei Kinder mit dem Virus gleich eine ganze Klasse lahm.

Seit einigen Tagen liefert die kantonale Gesundheitsdirektion detaillierte Angaben zu den Fallzahlen, aufgeschlüsselt nach Alter, Geschlecht und hinuntergebrochen bis auf die einzelne Gemeinde respektive den Postleitzahlrayon. Aufgeführt wird auch laufend die Zahl der Hospitalisierten, der Beatmeten und der Gestorbenen. Züriost hat diese Zahlen aufbereitet und gibt jeweils eine aktualisierte Übersicht über die Coronasituation in der Region. 

Bezirk Uster am stärksten betroffen

Im kantonalen Vergleich sind die drei Oberländer Bezirke unterschiedlich stark betroffen. Während der Bezirk Uster nach Zürich und Meilen mit 41 Ansteckungen oder 3,1 Fällen pro 10‘000 Einwohner an dritter Stelle liegt, wurden im Bezirk Pfäffikon in der ersten Septemberwoche 17 Leute neu angesteckt. Das entspricht 2,8 Fällen pro 10‘000 Einwohnern. Noch tiefer liegt die Rate im Bezirk Hinwil: Die 16 Ansteckungen bedeuten 1,7 Fälle auf 10‘000 Einwohner. Damit liegt dieser Bezirk fast am Schluss. Nur Affoltern und Andelfingen haben noch weniger Angesteckte.

Die Pandemie in der Region

22.01.2021

Rückgang auch im Oberland

Wie entwickelt sich die Pandemie im Land, den Gemeinden, Städten und Bezirken der Region? Beitrag in Merkliste speichern Und doch gibt es im Bezirk Hinwil mit der Gemeinde Wald einen kleinen Brennpunkt: Auf 100‘000 Personen hochgerechnet gab es dort knapp 62 Fälle. Mit einem solchen Wert fällt die Gemeinde kantonsweit auf. Tatsächlich sind in der gut 10‘000 Einwohner zählenden Ortschaft aber nur vier bis sechs Ansteckungen verzeichnet worden. Das relativiert die Sache stark.

Ins Auge sticht in der Region aber vor allem Ebmatingen. Im Maurmer Ortsteil sind auch vier bis sechs Coronafälle vermeldet worden. Auf 100‘000 Einwohner hochgerechnet ergibt dies den hohen Wert von hypothetisch 180 Fällen. Eine Zahlenspielerei.

Alles im Streubereich – mit einer Ausnahme

Wie Marcel Odermatt, Leiter der kantonalen Medienstelle, auf Anfrage erklärt, zeige die Kantonskarte trotz einiger dunkler Flecken keine Auffälligkeiten. Die Verteilung liege im Streubereich und lasse keine besonderen Rückschlüsse zu. So sage diese Statistik nichts darüber aus, wo sich die Leute infiziert haben. In die Aufstellung aufgenommen würden sie nur aufgrund ihres Wohnortes.

«Es gibt keine Ausreisser», betont Odermatt. Mit einer Ausnahme: Die Gemeinde Elgg fällt tatsächlich aus dem Rahmen. Der Grund ist dort klar lokalisierbar: das Altersheim, in welchem 19 Mitarbeiter und 18 Bewohner positiv getestet worden seien. Zum Glück seien aber alle Personen wohlbehalten.  

Die meisten starben im Heim

Odermatt hält sich lieber an die realen Werte. Per 10. September wurden 85 neue positive Fälle innert 24 Stunden verzeichnet von Personen, die im Kanton Zürich wohnen. 26 Leute befinden sich aktuell in Spitalbehandlung, davon 8 mit künstlicher Beatmung. Seit Beginn der Pandemie sind kantonsweit 143 Personen gestorben, 83 in Alters- und Pflegeheimen, 58 im Spital und 2 daheim.

569 Leute sind isoliert – haben also einen positiven Coronatest – , 1066 stecken sicherheitshalber in Quarantäne.

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