Alles wie gehabt zum Jahresauftakt: Ein Christbaum hier und ein Zeitungsbündel da, die Feuer fangen. Doch gegen Ende Januar folgt der erste Grossbrand: Ein leerstehendes Bauernhaus in Bauma brennt ab. Und kurz darauf folgt das Jahrhundertereignis, wieder in Bauma: Im Unteren Wolfsberg fällt gleich ein ganzer Weiler den Flammen zum Opfer. Damit noch nicht genug. Nur zwölf Tage darauf heulen in Uster die Sirenen. Ein Bauernhof wird durch ein Grossfeuer zerstört.
Und seither ist kaum eine Woche vergangen, dass im Oberland nicht ein weiteres verheerendes Feuer ausgebrochen wäre. Phasenweise hat es sogar im Tagesrhythmus gebrannt. Diese auffällige Häufung bestätigt auch der oberste Brandermittler im Kanton, der Gossauer Bruno Fierz, Dienstchef Brände/Explosionen bei der Kantonspolizei Zürich. Er stellt allerdings fest, dass dieses Jahr nicht nur in der Region, sondern kantonsweit sehr feurig ist.
Ein Sprung nach oben
In der Region sind seit Jahresbeginn schon gegen 50 Brände gezählt worden, die es in die Schlagzeilen geschafft haben. Daneben gibt es viele Fälle, die ohne Polizei- oder sogar ohne Feuerwehreinsatz enden, sich aber dann in der Statistik der Gebäudeversicherung Kanton Zürich (GVZ) niederschlagen.
In den letzten drei Jahren ist die Zahl der Brandfälle in den drei Bezirken Hinwil, Pfäffikon und Uster konstant nach unten gegangen. In der Endabrechnung dürfte das 2020 jedoch wieder einen Sprung nach oben bringen.

