Von ungebrochener Beliebtheit
Auch in seinem 29. Austragungsjahr hat der Uster Triathlon nichts von seiner Strahlkraft verloren. «Wir haben die letztjährige Rekordmarke bereits übertroffen», sagt OK-Chef Sven Riederer. Mindestens 1700 Teilnehmer werden somit am Sonntag in den verschiedensten Kategorien an den Start gehen.
Und: Der 37-Jährige rechnet noch mit einigen kurzfristigen Anmeldungen. Einen (positiven) Einfluss bei den spontanen Teilnehmern könnte womöglich die Wetterlage haben. Während bei den letzten Austragungen stets hohe Temperaturen herrschten, sollte es nun just zum Wochenende etwas abkühlen.
Die Handörgeler auf dem See
Das vierte Mal organisiert Riederer mit seiner Crew den Traditionsanlass und hat seither auch das Rahmenprogramm ausgeweitet. Der Startschuss für das Multisport-Ausdauerfestival fällt erneut am Samstag ab 17 Uhr mit der Seeüberquerung. Schwimmer und Aquajogger nehmen die 800 m lange Strecke in je zwei Runden in Angriff – und werden dabei sogar noch musikalisch unterhalten.
Letztes Jahr motivierte in der Mitte des Sees ein Dudelsackbläser die Teilnehmer auf der Strecke. Dieses Mal übernehmen zwei Handörgeler diese Aufgabe. «Wir wollen mit der Seeüberquerung auch andere Zielgruppen ansprechen», sagt Riederer.
Bewährt hat sich aber nicht nur die Seeüberquerung, sondern auch am eigentlichen Wettkampftag das 2015 eingeführte Format des Doppelsprints. Die Teilnehmer haben dabei je zwei Schwimmrunden à 300 Meter, acht Kilometer Radfahren und zwei Laufkilometer zu bestreiten.
Zum Programm am Sonntag gehören neben der Sprintdistanz und der olympischen Distanz für Altersklassenathleten ein Schüler Triathlon sowie Staffelrennen. Die ersten Rennen beginnen ab 8.30 Uhr.
Anja Weber führt Wertung an
Besonders auch: In diesem Jahr zählt Uster erstmals zur vierteiligen Serie National League – mit den besten Jugend-, Junioren- und Elite-Athleten aus der Schweiz.
Bei den Frauen (Start um 13.25 Uhr) führt sogar die Hinwiler U-18-Kaderathletin Anja Weber vor der letzten Station die Gesamtwertung an. Mit Matteo Pio-Loco (Dübendorf) und Vorjahressiegerin Alissa König (Dürnten) stehen zudem zwei Elite-Triathleten aus der Region im Teilnehmerfeld.
Dafür sucht man den Namen von OK-Chef Riederer vergeblich auf der Liste. Der Sieger von 2015 und 2017 verzichtet für einmal auf eine Teilnahme. «Die Organisation nimmt viel Zeit ein. Zudem spüre ich etwas das Alter», sagt er mit einem Schmunzeln. Tatsächlich konzentriert sich der Olympiamedaillen-Gewinner von 2004 derzeit auf die Mittel- und Langdistanzen. So wird Riederer bereits in einer Woche an der WM in Südafrika an den Start gehen.
Zu den möglichen Siegerkandidaten in Uster hätte auch der gemeldete Andrea Salvisberg gezählt. Der 29-jährige Emmentaler zog sich aber vor Wochenfrist am Weltcup in Lausanne bei einem Sturz einen Handbruch zu. Dennoch könnte ein Salvisberg am Ende triumphieren. Andreas jüngerer Bruder Florin gehört nämlich nebst dem Deutschen Andi Böcherer zum engeren Kreis der Favoriten.
Im Feld der Frauen schliesslich, dürfte insbesondere die Urnerin Jolanda Annen der Oberländerin Alissa König die mögliche Titelverteidigung streitig machen.
