25.07.2008, Views: 702
ZO/AvU
Homosexualität: Mythos und Realität
Der Mythos: Einmal schwul - immer schwul. Eine Änderungsmöglichkeit gebe es nicht, ja schon der Versuch sei schädlich. Die sexuelle Orientierung zum eigenen Geschlecht sei biologisch, schon im Mutterleib vorbestimmt. Homosexuelle seien besonders glücklich. Die Realität: Der deutsche Psychotherapeut Michael Gerlach sagte an einer Pressekonferenz im April: «Ich selbst hatte mehrere gleichgeschlechtliche Partnerschaften und habe den schwulen Lebensstill kennengelernt. Allerdings wurden meine Erfahrungen zunehmend geprägt durch die Instabilität schwuler Partnerschaften und die Promiskuität innerhalb der schwulen Subkultur. Ein Prozess zunehmender Demoralisierung und Desillusionierung führte mich dazu, mich mit den psychosexuellen Ursachen meines gleichgeschlechtlichen Empfindens auseinanderzusetzen. Ich lebe heute in einer monogamen heterosexuellen Partnerschaft. Das Erleben der Geschlechterkomplementarität in Beziehung und Sexualität mit einer Frau, die Erfahrung, als Mann einer Frau gewachsen zu sein und maskuline Ich-Grenzen zu haben und zu bewahren, sind herausfordernde und zutiefst befriedigende Erfahrungen.» Die moderne Sexualwissenschaft geht von einem plastischen Sexualverständnis aus, das heisst, Sexualität ist formbar. Prof. Martin Dannecker, Vorkämpfer der Homosexuellenbewegung, schrieb in seinem Gutachten für die deutsche Regierung: «Homosexualität als primär biologisches Phänomen zu verstehen, ist völlig überholt. Sexualität muss als biologisch, entwicklungspsychologisch, interpersonell, auf lebensgeschichtlicher Erfahrung basierend und als sozial konstruiert begriffen werden.»Und sind Gays so gay? Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) schrieb 2006, alarmiert über die gesundheitliche Situation schwuler Männer in der Schweiz, von erschreckenden Zahlen, was körperliche Beschwerden, psychisches Befinden (Einsamkeit, Depression), Suchtproblematik anbetrifft. Alle Zahlen sind im Vergleich zum Landesdurchschnitt erhöht. Dies, weltweit beobachtet, führte selbst pro-schwule Forscher zur Frage: Kann das alles vorwiegend durch gesellschaftliche Diskriminierung von Homosexualität verursacht sein? Roger Staub, BAG, spricht betreffend Ansteckung mit Aids von «afrikanischen Zuständen in der Schwulenszene». Die Situation kann nur verändert werden, wenn der Mythos vom coolen Schwulsein einer klaren Sicht der Realität Platz macht. Das ist aber sehr schwer. Die Dinge so beim Namen zu nennen, diskriminiere und verletze Betroffene, wird gesagt. Homosexuelle haben in ihren Lebensgeschichten oft Verletzungen erlebt. Ungewollt anders zu sein, nicht dazuzugehören, ist ein ihnen bekannter Schmerz. Dass solches gerne überspielt wird, ist nur allzumenschlich. Weder Kirchen noch Gesellschaft haben bisher den Weg gefunden, hier die Realität einfühlsam und doch wahr zu benennen.Ob es uns gelungen ist, wissen wir nicht. Was aber auf jeden Fall geschehen muss: Die Botschaft «Veränderung ist für manche möglich» darf nicht länger unterdrückt werden.
Dr. med. Jakob Gysel, Wetzikon; Dr. med. Ulrich Juzi, Gossau; Dr. med. Hans Kuhn, Bubikon; Walter Gasser, Individual-psychologischer Berater, Niedergösgen,
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