Schweiz: 30. Juli 2010 09:52

Ein schwarzes Jahr für Radfahrer

2009 doppelt so viele Todesopfer wie 2008

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Bei 349 Verkehrsteilnehmern konnte die Ambulanz im letzten Jahr nicht mehr helfen: Rettungswagen von Regio 144. (Archivbild)


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Letztes Jahr forderte der Schweizer Strassenverkehr rund ein Viertel weniger Tote als noch vor zehn Jahren. Der Anteil der Radfahrer allerdings hat sich von 2008 bis 2009 verdoppelt.

2009 haben sich in der Schweiz gegenüber dem Vorjahr nochmals weniger Verkehrsunfälle mit Personenschaden ereignet. 349 Personen verloren ihr Leben, 4'708 Personen wurden schwer, 20'422 leicht verletzt. Das geht aus der Statistik der Strassenverkehrsunfälle des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor. Im Vergleich über 10 Jahre zeigt sich, dass die Zahl der Schwerverunfallten (Todesfälle und Schwerverletzte) auf Schweizer Strassen um rund 25 Prozent gesunken ist. Rund drei Viertel aller getöteten Verkehrsteilnehmer waren Männer, jeder siebte sass auf einem Fahrrad.

Rückgang bei Personenwagen

Ein grosser Rückgang an Schwerverunfallten ist bei Insassen von Personenwagen zu verzeichnen. 2009 verloren 136 Personen ihr Leben, halb so viele wie zehn Jahre zuvor. Die Zahl der Schwerverletzten ging im gleichen Zeitraum von 1'402 um 42 Prozent zurück, während der Bestand an Personenwagen im gleichen Zeitraum von 3,5 auf 4 Millionen Fahrzeuge anstieg. Bei der Fahrzeugkategorie Motorräder bis 125 ccm blieb die Zahl der getöteten Personen zwischen 2000 und 2009 gleich, die Zahl der schwerverletzten Personen nahm um 3 Prozent zu. Deutlicher ist der Anstieg bei den Leichtverletzten: Gegenüber 2000 kam es zu 30 Prozent mehr Unfällen, wobei auch die Zahl der Fahrzeuge um 29 Prozent anstieg.

54 tote Radfahrer allein 2009

Bei den Radfahrern ging die Anzahl der schwerverletzten Personen im Zeitraum von 10 Jahren um 11 Prozent zurück, wobei in den letzten 2 Jahren wieder ein Anstieg zu verzeichnen war. Die Anzahl der getöteten Personen ging von 48 im Jahr 2000 auf 27 im Jahr 2008 zurück, verdoppelte sich aber 2009 auf 54 Personen. Bei den Mofas und Kleinmotorrädern verringerte sich die Zahl der Schwerverunfallten um 57 Prozent, wobei der Bestand der Fahrzeuge im 10-Jahresvergleich um fast einen Drittel gesunken ist. (yba)

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