Bubikon: 9. März 2010 07:44 ergänzt: 09.03.10 16:39

Schulthess: Ein Viertel weniger Gewinn

Unternehmen präsentiert Jahresergebnisse 2009

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Schulthess musste 2009 einen Gewinneinbruch von zehn Millionen Franken hinnehmen. (Bild: Archiv)



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Die Wirtschaftskrise hat Schulthess erwischt: Nach dem Rekordergebnis im Vorjahr musste der Wolfhausner Waschmaschinen- und Wärmepumpenhersteller 2009 einen Gewinneinbruch hinnehmen.

Der Betriebsgewinn der Wolfhausner Schulthess Group AG sank um knapp einen Drittel auf 39,9 Millionen Franken, wie Schulthess am Dienstag bekannt gab. Unter dem Strich rutschte der Reingewinn um ein Viertel auf 30 Millionen Franken ab. Der Umsatz schrumpfte um 18 Prozent auf 339,9 Millionen Franken.

 

 

Kältetechnik minus 50 Prozent

«Das Geschäftsjahr 2009 war für uns enttäuschend», sagte Verwaltungsratspräsident Rudolf Kägi an der Bilanzmedienkonferenz in Zürich: «Weder bei Umsatz noch bei Profitabilität konnten wir unsere Jahrsziele erreichen.»
Kältetechnik katastrophal. Vor allem in der Kältetechnik sei das Ergebnis katastrophal, sagte Finanzchef Max Müller. Dort sackte der Umsatz um gut die Hälfte auf 45 Millionen Franken ab.


Die Wirtschaftskrise habe die Sparte besonders hart getroffen, die beispielsweise Kühlanlagen für Industriemaschinen oder für Computerräume produziert. «2009 konnten wir keine einzige Grossanlage nach Russland liefern, obwohl die Verträge bereits unterschrieben waren», sagte Kägi der Nachrichtenagentur sda. Denn die Auftragsgeber hätten Finanzierungsschwierigkeiten bekommen.


Zudem brach das Anlagengeschäft in Deutschland wie auch im übrigen Europa ein, so dass die Sparte einen Betriebsverlust von 3,8 Millionen Franken erlitt (Vorjahr: plus 3,3 Millionen Franken). Das Management habe die Lage zu optimistisch beurteilt, weshalb es die Restrukturierung zu spät eingeleitet habe, gestand Kägi ein.


Die bisherigen Einschnitte von einem Drittel der Belegschaft oder 70 Stellen im vergangenen Jahr reichten nicht, hiess es. Nun werden in Deutschland zwei Standorte geschlossen und die Produktion im neuen Werk Kasendorf konzentriert. Möglichst viele Mitarbeiter sollen umziehen. Daneben prüft Schulthess aber auch den Verkauf des Anlagengeschäfts.

 

Robustes Schweizer Geschäft

Gelitten unter der Rezession hat auch die Wärmetechniksparte, die Lüftungen, Wärmepumpen oder Solarthermie-Anlagen herstellt. In der grössten Sparte sank der Umsatz um 9,1 Prozent. Am besten hielten sich die Waschmaschinen und Wäschetrockner, deren Umsätze dank dem robusten Geschäft in der Schweiz nur leicht zurückgingen.


Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Schulthess mit einem Ergebnis auf dem Niveau von 2009. Im nächsten Jahr will das Unternehmen Umsatz und Gewinn wieder steigern. Die Schulthess-Aktie brach um 6,6 Prozent auf 45.75 Franken. ein. (sda/bvd)

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