Region : 21. November 2009 06:24
Präventive Schliessung
Beratungsstellen wegen H1N1 zu
(Symbolbild: aboutpixel.de)
Als vorsorgende Massnahme wegen der Schweinegrippe bleiben die Mütter- und Väterberatungsstellen der Region vorläufig geschlossen.
In den Zürcher Oberländer Bezirken bleiben bis Ende November die Türen der Mütter- und Väterberatungsstellen und Familienzentren, die von der kantonalen Kleinkindberatung geleitet werden, geschlossen. Das Amt für Jugend- und Berufsberatung (AJB) der Region Ost des Kantons Zürich hat sich aufgrund der aktuellen Pandemie-Entwicklung und der erlassenen internen Weisungen der Bildungsdirektion zu diesem Schritt entschieden. «Die Vorsorgemassnahme soll vor allem dem Schutz von Kleinkindern und ihren Angehörigen dienen», erklärt Heinrich Hanselmann, der Geschäftsführer des AJB Region Ost. Gerade Kinder unter sechs Monaten gehören mitunter zur Klientel der Mütter- und Väterberatungsstellen sowie der Familienzentren.
Impfschutz noch nicht vollständig
«Auch wenn sich die Risikogruppen bereits impfen lassen konnten, ist der Impfschutz noch nicht umfassend gewährleistet», sagt Hanselmann. Erst eine Woche nach der Impfung ist der Schutz in hohem Masse und nach zwei Wochen nahezu vollständig vorhanden. «Die nächste Woche ist für Kinder, Jugendliche und Erwachsene der Risikogruppe also kritisch. Ab dem 30. November kann allerdings davon ausgegangen werden, dass die Personen der Risikogruppen Gelegenheit hatten, sich mit einer Impfung zu schützen», meint Heinrich Hanselmann unter Bezugnahme auf den kantonalen schulärztlichen Dienst. Die Lage werde laufend geprüft und das weitere Vorgehen nach den Empfehlungen des BAG und der Bildungsdirektion stets neu beurteilt. Auch wenn die Mütter- und Väterberatungsstellen geschlossen bleiben, seien während der vorgesehen Beratungszeiten die Mütterberaterinnen am Telefon erreichbar, erklärt der regionale AJB-Geschäftsführer Hanselmann.
Schulen entscheiden selbständig
Ein gestiegenes Ansteckungsrisiko besteht insbesondere bei Veranstaltungen, an denen sich Personen durchmischen, die im Alltag nicht aufeinander treffen. Über die Durchführung von klassenübergreifenden Veranstaltungen mit Kindern entscheiden aber weiterhin die Schulleitungen und Schulpflegen in den einzelnen Gemeinden situationsabhängig. (snk)

Artikel auf Facebook teilen
