Leichtathletik : 5. Juli 2010 07:15
Den hohen Temperaturen getrotzt
Stefan Meinzer und Katrin Kläsi gewinnen Eintages-Berglauf-Cup
Erwies sich als Hitze-resistent: Stefan Meinzer, der Sieger des Eintages-Berglauf-Cups. (Re)
Dass es heiss werden würde, war vorauszusehen. Trotzdem gaben im Eintages-Berglauf-Cup, der über eine Strecke von 24,2 Kilometern und 1800 Höhenmeter führte, nur wenige der 150 Athleten auf.
Dorothe Kienast
OK-Chef Peter Wylenmann hatte mit 100 Startenden gerechnet, die der Lauf braucht, um auch finanziell über die Runden zu kommen. Doch die Mund-zu-Mund-Propaganda unter den Berglauf-Fans hatte funktioniert: Rund 150 Läuferinnen und Läufer nahmen den Eintages-Berglauf-Cup, der in fünf Etappen über 24,2 Kilometer und 1800 Höhenmeter führte, in Angriff. Und trotz der hohen Temperaturen gab es nur ganz wenige zu verzeichnen, die aufgaben. Die deutsche Berglauf-Spezialistin Birgit Lennartz etwa musste aus gesundheitlichen Gründen auf dem zweiten Teilstück aussteigen, half in der Folge aber bei den Verpflegungsposten mit und verteilte Schwämme an die schwitzenden Bergläuferinnen und Bergläufer.
Kläsi von Beginn weg in Führung
Bei den Frauen lag die Rütnerin Katrin Kläsi, bis letztes Jahr Mitorganisatorin des Fünftages-Berglauf-Cups, von Anfang bis zum Schluss vorne. Kontinuierlich baute sie ihren Vorsprung aus und siegte schliesslich mit sechs Minuten Vorsprung auf die zweitplatzierte Karin Bühler, ebenfalls aus Rüti, mit einer Gesamtzeit von 2 Stunden, 20 Minuten und 24 Sekunden. Dritte wurde Christina Bucher aus Tann. Nicht von vornherein als Favorit war der Sieger bei den Männern, der aus Deutschland stammende und in Uster wohnhafte Stefan Meinzer, gehandelt worden. Nachdem er die ersten Etappen zunächst ruhig anging, war sein Vorsprung letztlich so gross, dass er mit über zwei Minuten Vorsprung gewann.
Der Jagdstart in Steg hatte zur Folge, dass die erstplatzierten Männer die letzten gut fünf Kilometer mit 430 Metern Steigung allesamt ganz allein laufen mussten. Zwar hat dieses Prozedere es für die Zuschauerinnen und Zuschauer, welche die Etappen zum Teil mit dem Bike in einer ebenfalls sportlichen Höchstleistung verfolgt haben, interessant gemacht - für manchen Läufer war der finale «Sololauf» von Steg aufs Hörnli aber vor allem in mentaler Hinsicht nochmals besonders anstrengend.
«Urgestein» Peter Gschwend
Auf den zweiten Schlussrang gelangte letztlich Alexander Heim aus Zürich, welcher auf der letzten Etappe die Bestzeit erzielte, aber nie in die Nähe des Siegers Meinzer kam. Dritter wurde Thomas Steiger aus Tann. Im Vorfeld waren Wetten über das Abschneiden des «Berglauf-Urgesteins» Peter Gschwend abgeschlossen worden. Mit dem heutigen OK-Chef Peter Wylenmann hatte er sich bei den ersten Austragungen Mitte der 1990er Jahre ebenfalls heisse Duelle geliefert. Auch wenn er nun 15 Jahre älter ist, hält der Klotener noch mit und kam auf den 13. Gesamtrang.

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