Grüningen: 31. Mai 2010 06:30
Neue Rutschbahn und warme Duschen für lauschige Badi
Gemeindeversammlung stimmt über Freibad-Umbau ab
Die Grüninger Badi ist wegen ihrer idyllischen Lage ein Geheimtipp. Durch einen Umbau soll sie attraktiver werden. Am Sonntag informierte Gemeinderat Reinhard Hirzel über die Sanierungspläne.
Sarah Serafini
Am 11. Juni stimmt die Gemeindeversammlung in Grüningen darüber ab, ob die Badeanstalt Tränkibach für 791'000 Franken saniert werden soll. Anlässlich dieser Abstimmung lud am Sonntag die Gemeinde Grüningen zu einem Informationsanlass, der direkt im Freibad abgehalten wurde. Trotz des strömenden Regens fanden sich doch ein paar Interessierte ein, die dem Wetter trotzten.
Garderobe für Familien
Reinhard Hirzel, Gesundheitsvorstand von Grüningen, führte die Besucher in einem Rundgang durch die Badi und erklärte, was genau gemacht werden soll. Beispielsweise soll die Herrengarderobe in eine Familiengarderobe umgewandelt werden, die mit grossen Kabinen und Einzelkabinen ausgestattet wird. Es sei heutzutage sinnvoller, keine geschlechterspezifischen Garderoben mehr zu bauen, da sich die Gewohnheiten der Badi-Gänger geändert hätten, zitierte Hirzel die Meinung von Fachleuten. Heute würden die meisten Männer bereits mit der Badehose in die Badi kommen und müssten sich nicht mehr umziehen.
Weitere Punkte, die auf dem Umbauprogramm stehen, sind beispielsweise eine neue Rutschbahn, Duschen mit Warmwasser und zusätzliche Liegeflächen. Ausserdem sollen das Nichtschwimmerbecken wie auch das tiefe Bassin mit einer modernen Folie überzogen werden, die rutschfest ist, dem Wasser eine einladende Farbe verleiht und sich gut anfühlt.
Immer mehr Reparaturen
Laut Experten müssen Badeanstalten alle dreissig Jahre neu überbaut werden, um sie wieder auf den neusten technischen Stand zu bringen. Aufgrund dieses Arguments und der Tatsache, dass je länger, je mehr Reparaturen anstehen, sagten sich die Projektinitianten, dass nun etwas getan werden müsse.
Susanne Niederberger, Stellvertreterin des Badi-Vorstands, erwartet keine grosse Opposition an der Gemeindeversammlung. Einzig der budgetierte Sanierungsbetrag könnte von den Gegnern kritisiert werden. Dazu erklärte Gemeinderat Hirzel: «Allein die Kosten von allfälligen Reparaturen, die in den nächsten fünf Jahren vorgenommen werden müssten, würden sich auf einen Drittel der Sanierungskosten von 791 000 Franken belaufen.»
Die Tränkibach-Badi wurde in den 1980-er Jahren gebaut und war seit jeher ein kleiner Geheimtipp. Viele nennen die Badeanstalt auch «das idyllisch gelegene Familienbad». Früher war eine Badeanstalt öfter ein Ort, wo die Möglichkeit, Sport zu treiben, im Vordergrund stand.
Attraktiver Ort für Jugendliche
Heute ist es der Spass, der die Grüninger in die Badi lockt. «Das Freibad wird heute vor allem auch von Jugendlichen als Ort des Vergnügens und des Austauschs genutzt. Für die Dorfjugend ist sie mit dem Velo gut erreichbar und daher ein Begegnungsort», sagte Susanne Niederberger.
Es sei wichtig, dass viele Leute an die Gemeindeversammlung kämen. «Gerade junge Leute, die noch nicht stimmberechtigt sind und denen viel an einem Erhalt der Attraktivität der Badi liegt, sollen so durch die ältere Generation ein Zeichen der Solidarität erhalten.»

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