Region: 9. Februar 2010 07:10

Weidenetze verbieten?

Anfrage dreier Kantonsräte an den Regierungsrat

Drei Kantonsräte wollen vom Regierungsrat wissen, was er gegen Weidenetze tun will. Dies nachdem bekannt geworden ist, dass sich immer wieder Tiere darin verfangen und sterben.

Wildtiere, die sich in einem Weidenetz verfangen und einen qualvollen Tod sterben - dies ist im Kanton Zürich kein Einzelfall, sondern kommt jährlich 40 bis 50-mal vor, sagt jedenfalls Jürg Zinggeler, von der kantonalen Fischerei- und Jagdverwaltung (wir berichteten). Aufgrund der Berichterstattung im «Zürcher Oberländer» und «Anzeiger von Uster» richteten die Kantonsräte Max Homberger (GP) aus Wetzikon, Karin Maeder-Zuberbühler (SP) aus Rüti und Susanne Rihs (GP) aus Glattfelden am 6. Februar diesbezüglich eine Anfrage an den Regierungsrat des Kantons Zürich.


Die drei Kantonsräte wollen wissen, ob der Regierungsrat diese Grausamkeiten als Bagatellen betrachtet, weshalb es bislang noch nie zu einem Strafverfahren gekommen sei, wie der Regierungsrat sicherzustellen will, dass Weidenetze wenigstens ausserhalb der Vegetationszeit abegräumt werden und ob er allenfalls gedenkt, die hochgefährlichen Weidenetze generell zu verbieten.


Zu den 40 bis 50 bekannten Todesfällen komme eine unbekannte Dunkelziffer hinzu, erklärt Zinggeler im Artikel des ZO/AvU. Besondere Gefahr droht dem Wild ausserhalb der Vegetationszeit, wenn die eingezäunten Flächen nicht benutzt werden, da Wildtiere sich so eher heranwagen. Trotz dieser Gefahr entfernen viele Landwirte ihre Netze auch im Winter nicht. Mit rechtlichen Konsequenzen müssen die Landwirte indes zurzeit nicht rechnen. (sum)

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