Illnau-Effretikon / Zürich: 4. Februar 2010 12:43
«Schienen für Zürich»: Gegenvorschlag zu VCS-Initiative gefordert
SP und Grüne wollen Gegenvorschlag
Der Hürlistein vor Effretikon ist der SBB-Flaschenhals der Ostschweiz. Vier Gleise werden hier zu drei. (Bild: Archiv)
Zur VCS-Volksinitiative «Schienen für Zürich» soll nach dem Willen einer Minderheit der kantonsrätlichen Verkehrskommission ein Gegenvorschlag ausgearbeitet werden. Die Initiative verlangt einen Rahmenkredit für den Ausbau der Bahnlinie Zürich-Winterthur.
Die Mitglieder von SP und Grünen in der Kommission für Energie, Verkehr und Umwelt (Kevu) verlangen vom Zürcher Kantonsrat die Rückweisung der Vorlage mit dem Auftrag an die Kommission, einen Gegenvorschlag auszuarbeiten. Falls dies abgelehnt wird, beantragen sie zusammen mit dem GLP-Kommissionsmitglied Zustimmung zur Volksinitiative, wie am Donnerstag bekannt gegeben worden ist. Die Kommissionsmehrheit will die Initiative dem Volk zur Ablehnung empfehlen.
«Nadelöhr» entschärfen
Die Initiative verlangt einen Rahmenkredit von 520 Millionen Franken als Staatsbeitrag an die SBB für den Ausbau der Bahnstrecke zwischen Hürlistein (Effretikon) und Winterthur auf durchgehend vier Gleise (wir berichteten). Der Ausbau soll zeitgleich mit der Eröffnung der Durchmesserlinie Zürich fertig gestellt sein.
Der Bahnkorridor Zürich-Winterthur gehört zu den meistbelasteten Bahnstrecken der Schweiz. Nach Ansicht des Regierungsrats ist das Anliegen der Initiative grundsätzlich berechtigt. Die Initiative habe aber «schwerwiegende Nachteile». Werde der Kanton zur Finanzierung des oberirdischen Ausbauprojektes gezwungen, würde die Ausbauvariante mit einem Brüttnertunnel faktisch verhindert, befürchtet der Regierungsrat. Zudem müsste der Kanton mehrere Millionen Franken ausgeben, die der Bund bezahlen müsste. (sda/rsc)

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