Bauma: 4. Februar 2010 11:07

Bahnhof Saland bleibt, wo er ist

Verlegung nützt wenig und ist zu teuer

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Der Bahnhof Saland wird nicht verlegt. (Bild: Archiv)



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Der Gemeinderat Bauma hat beschlossen, dass der Bahnhof Saland nicht verlegt wird. Die Kosten wären zu hoch, der Nutzen zu klein, findet die Behörde.

Die Verlegung des Bahnhofs Saland und der Neubau einer Haltestelle Richtung Juckern ist in Bauma schon lange ein Thema. Der Wunsch nach einer Verschiebung des Bahnhofs kam auf, als die Bautätigkeit im Raum Juckern / Auwis / Blitterswil eingesetzt hatte, wie die Gemeinde Bauma schreibt. Der Weg zum öffentlichen Verkehrsmittel sollte damit verkürzt werden. Es wurde deshalb eine geplante Haltestelle zwischen Saland und Juckern in den kantonalen Verkehrsrichtplan aufgenommen.

 

Mit der vierten Teilergänzung der Zürcher S-Bahn wird auf das Jahr 2018 zwischen Winterthur und Rüti der durchgehende Halbstundentakt eingeführt. Der Bahnhof Saland muss deshalb zum Kreuzungsbahnhof ausgebaut werden. Die dafür nötigen baulichen Massnahmen müssen bereits jetzt geplant und in die Wege geleitet werden.

Doppelspurige Haltestelle braucht viel Platz

Die SBB gelangten deshalb an den Baumer Gemeinderat, um die mögliche Verlegung des Bahnhofs zu besprechen, wie der Mitteilung der Gemeinde Bauma weiter entnommen werden kann. Sie zeigten auf, dass eine Haltestelle mit zwei Gleisen auf der knapp 900 Meter langen Strecke zwischen den Bahnübergängen Saland und Juckern eine Länge von etwa 450 Metern beansprucht. Wegen den Engnissen Töss / Strasse im oberen Bereich vor Juckern kann die Haltestelle nicht beliebig talaufwärts gelegt werden.

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Eine Verlegung würde etwa 25 Millionen Franken kosten. Die Gemeinde Bauma müsste einen «erheblichen» Beitrag an diese Kosten leisten, wie es in der Mitteilung heisst, und zudem die Erschliessungskosten tragen. Die Kosten für den Ausbau des Bahnhofes Saland zum Kreuzungsbahnhof mit Kosten von etwa 15 Millionen Franken hingegen gingen voll zu Lasten der SBB.

Kein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis

Unter diesen Voraussetzungen hat der Gemeinderat beschlossen, auf eine Verlegung des Bahnhofs zu verzichten. Die Erreichbarkeit einer neuen Haltestelle über Juckern würde «keine bedeutenden Vorteile bringen» und ein ausgewogenes Kosten-Nutzen-Verhältnis wäre nicht gegeben, schreibt die Behörde. Sie beantragt, die geplante Haltestelle aus dem Verkehrsrichtplan zu streichen. Der Antrag soll anlässlich der nächsten Revision des kantonalen Richtplanes Verkehr behandelt werden. (rsc)

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