Sternenberg : 17. Juli 2009 07:00

Auch Sternenberg produziert Solarstrom

25 Kilowatt Leistung auf dem Schulhausdach

solarstrom0.jpg (Anrissbild 1)

Die Südseite des Schulhausdachs Wies wird mit Solar-Paneels bestückt. (Archiv)


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Sternenberg will CO2-neutral werden. Ein erster - wenn auch sehr kleiner Schritt - in diese Richtung ist nun getan: Eine Genossenschaft errichtet auf dem Schulhaus Wies eine Solarstromanlage.

Susanne Meier

Bald wird auch auf dem Sternenberg Solarstrom produziert. Endlich - denn die Berggemeinde hat sich vor über einem Jahr zum Ziel gesetzt, CO2-neutral zu werden. Seither blieb es beim hochgesteckten Ziel, denn die guten Absichten fruchteten bisher kaum. «Die strengen Auflagen vom Kanton verunmöglichen es fast immer, Sonnenkollektoren an Häusern ausserhalb der Bauzone anzubringen. Die meisten unserer Häuser liegen aber in der Landwirtschaftszone», erklärt Renate Gloor, Gemeinderätin von Sternenberg. Das sei frustrierend, sei doch Sternenberg mit seiner erhöhten, sonnenexponierten Lage prädestiniert, die Sonnenenergie zu nutzen.

Montage in den Sommerferien

Umso mehr freut sich Gloor, dass nun auf dem Dach des Schulhauses Wies während der Sommerferien eine Solaranlage installiert wird. Das Schulhaus befindet sich nämlich in der Kernzone, also in der Bauzone und die Anlage ist daher nicht bewilligungspflichtig. Es sei die erste grosse Anlage in Sternenberg; vereinzelt gäbe es bereits Hausbesitzer, die mit Sonnenkollektoren Warmwasser herstellen, nicht aber Strom, weiss Gloor.

Eine stattliche Anlage

Mit einer Fläche von 194 Quadratmetern ist die Anlage recht stattlich. Zum Vergleich: Die Kollektorenfläche auf einem durchschnittlichen Einfamilienhaus beträgt etwa 30 bis 40 Quadratmeter. Die Sternenberger Anlage erbringt eine Leistung von 25 Kilowatt; damit kann der Strombedarf von durchschnittlich sieben Haushalten gedeckt werden, wie die Gemeinde in einer Mitteilung schreibt. Der Strom wird ins Netz der Elektritzätswerke des Kantons Zürich (EKZ) gespiesen. Diese wiederum verkaufen den Strom an ihre Kunden und vergüten dem Produzenten den Erlös eins zu eins. Hinter dem Bau der Anlage steht die Solargenossenschaft Bauma, die in der Region schon mehrere solche Projekte realisiert hat. Damit sie die Gesamtkosten von rund 210 000 Franken decken kann, unterstützt die Gemeinde die Genossenschaft mit einem Darlehen von 150 000 Franken. Ein Aufwand, der sich lohnt, findet Renate Gloor. Sie ist davon überzeugt, dass die Solargenossenschaft das Darlehen bis in 15 Jahren zurückzahlen kann.

Refinanzierung nach 12 bis 15 Jahren

Hans-Jörg Aebli von den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich (EKZ) bestätigt, dass sich Solaranlagen durchschnittlich nach 12 bis 15 Jahren refinanzieren lassen. Solarstrom sei nach wie vor sehr teuer. «Doch das Bedürfnis nach Solarstrom ist da. Es gibt immer mehr Private, die Solarstromanlagen bauen möchten.» Insgesamt gibt es im Kanton Zürich über 100 private Solarstromproduzenten, die den Strom ins EKZ-Netz einspeisen. Deren 150 Anlagen sind es derzeit, die ins Netz des Elektrizitzätswerk der Stadt Zürich (EWZ) einspeisen. Die Gemeinde Sternenberg hofft, dass es nicht bei der einen Anlage bleibt. Renate Gloor verspricht, dass die Gemeinde sicher niemandem einen Stein in den Weg legt, der eine Solaranlage installieren will. «Wir warten auf weitere gute Ideen», sagt sie.

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