Turbenthal : 12. Juli 2009 21:50

Kuh Sibylle: Ich bin auch ein Hindernis

Exotische Tier-Show am Sommerspringen

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Wenn der Esel zum Springpferd und die Kuh zum Hindernis wird: Bruno Isliker zeigt mit seinen Tieren eine von Vertrauen geprägte Show. (k)


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Bunt zusammengewürfelt war die Showtruppe am Springen in Turbenthal. Schafe, Ziegen und Kühe zeigten exotische Talente.

Auf dem Springplatz des Reitvereins Tösstal hatten gestern die Sportpferde das Nachsehen. Sie wurden vertrieben von einer bunt zusammengewürfelten Herde. Drei stämmige Freibergerpferde trabten gelassen vor die Zuschauer. Noch nichts Aussergewöhnliches, denkt man sich. Ein zweiter Blick aber machte stutzig: Während eines der Pferde von einem Mädchen geführt wurde, folgten auf den anderen beiden Hund Nico und Ziege Gitzi. Gelassen schauten die beiden «Reiter» in die Runde und federten die Bewegungen der Pferde gekonnt ab.


Ihnen folgte in stoischer Ruhe der eigentliche Star der Show. Die multifunktionale Kuh Sibylle wurde durch ihren Auftritt in der TV-Show «Wetten, dass ...?» berühmt. Seither tourt Besitzer Bruno Isliker durch halb Europa. Immer wieder neue Tricks bringt er seinen Tieren bei. Nachdem Sibylle den Weltrekord der springenden Kühe hält, diente sie in Turbenthal selbst als Hindernis.


Bedächtig, fast schon desinteressiert legte sie sich in den Sand und zuckte nicht mit der Wimper, als Esel Joggeli Anlauf holte. Mit einem grossen Sprung setzte er über sie hinweg, fast schon als fürchte er, sie zu berühren. Das Kunststück zeigte deutlich, mit wie viel Vertrauen die Tiere mitarbeiten. So legten sich die drei Freiberger, Fluchttiere wohlgemerkt, flach in den Sand und liessen sich von Hund und Ziege überspringen, in fremder Umgebung und vor Hunderten von Zuschauern.

 

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Mit Sibylles Ruhe war es aber urplötzlich vorbei, als sie in der Hand von Bruno Isliker einen Leckerbissen entdeckte. Die Kuh sprang, ohne von einem Reiter geführt zu werden, über ein Hindernis und ergatterte sich ihre Belohnung - ein hartes, altes Gipfeli. (lwe)

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