Glattal: 27. Mai 2009 20:15

Gemeinde nimmt Renovationskredite an

Kat. Kirchgemeinde mit guter Rechnung

Die Mai-Versammlung der Römisch-katholischen Kirchgemeinde Dübendorf-Fällanden-Schwerzenbach nahm die Jahresrechnung 2008 ab und zwei Baukredite ohne Gegenstimme an.

Roger Tschallener

«Wir können auf ein positives Jahr zurückblicken», durfte Markus Zeier den 60 anwesenden Mitgliedern der Römisch-katholischen Kirchgemeinde Dübendorf-Fällanden-Schwerzenbach anlässlich der Versammlung vom vergangenen Montag verkünden. Der Präsident der Kirchenpflege meinte, dass man nicht nur in finanzieller Hinsicht einen Aufschwung erlebt habe. Auch die Anzahl der registrierten Mitglieder sei das erste Mal über die 11 000er-Grenze gestiegen. «Trotz der tadellosen Rechnung sollten wir die Zukunft mit Umsicht angehen. Die wirtschaftlich angespannte Lage werden auch wir zu spüren bekommen», warnte Zeier.

Erstes Rechnungsplus seit Jahren

Nach mehreren Jahren mit klarem Minus konnte die Jahresrechnung 2008 mit einem Ertragsüberschuss von 563 878 Franken abgeschlossen werden. «Das positive Resultat ist auf die massiv verbesserten Steuereinnahmen aus den Vorjahren zurückzuführen», erklärte Finanzvorstand Martin Trittenbass. Zudem sei die Vakanz bezüglich des Vikars nicht zu hundert Prozent ersetzt worden. Des Weiteren konnten im Seelsorgeraum nicht alle geplanten Projekte umgesetzt werden, wodurch bereits einkalkulierte Kosten weggefallen sind. Auch die erzielte Bruttorendite von 6,1 Prozent des Mehrfamilienhauses an der Neuhausstrasse lag ein Zehntelprozent über der Vorhersage.
In näherer Zukunft sei jedoch mit geringeren Steuereinnahmen und höheren Ausgaben für die Liegenschaften zu rechnen. Auch über die Finanzflüsse nach dem Inkrafttreten des neuen Kirchengesetzes im Jahr 2010 sei man sich noch nicht im Klaren. Wie erwartet wurde die Rechnung aber ohne Fragen und Gegenstimmen von der Kirchgemeindeversammlung angenommen.

Erneuerbare Energien nutzen

Als weiteres Geschäft wurde die Erneuerung der Wärmeerzeugungsanlage der Liegenschaften Pfarrhaus, Sakristei, der Kirche, des Storchenhauses und des Pfarreizentrums besprochen. Da mit der momentanen Heizöl- und Erdgasanlage die Luftreinhalteverordnung nicht mehr eingehalten werden kann, hat die Stadt Dübendorf für deren Erneuerung eine Frist bis 2010 gesetzt. Als neue Lösung wurde eine Luft-Wasser-Wärmepumpe gewählt, die mit dem bereits bestehenden Gaskessel genutzt werden kann. Dadurch werden erneuerbare Energien verwendet, was in Zukunft weitere Kosten einsparen könnte, wie Othmar Stüdli, Liegenschaftsverwalter der Kirchgemeinde, erklärte. Der Baukredit in Höhe von 630 000 Franken wurde ebenfalls angenommen und wird zusätzlich mit voraussichtlich 15 000 Franken von der Kantonalkirche unterstützt.

Storchenhaus wird innen renoviert

Geld sollte auch für die Innenrenovierung des Storchenhauses gesprochen werden. Es wurde ein Baukredit über 100 000 Franken beantragt - und ohne Gegenstimme genehmigt. Nachdem die Aussensanierung bereits 2004 durchgeführt worden war, soll nun durch die Sanierung der Innenräume die Nutzbarkeit vergrössert werden.
Da eine Fremdvermietung nicht in Frage kommt, soll das über achtzigjährige Haus an der Storchengasse in Zukunft für pädagogische Bildung genutzt werden, zum Beispiel für den Religionsunterricht der Primalschulkinder. Dadurch werden Räume im Pfarreizentrum Leepünt frei und können auf gewinnbringende Weise vermietet werden.
Nach der Renovation der zurzeit nicht dem nötigen Standard entsprechenden Elektronikanlagen und der veralteten Küchen- und Badezimmergarnituren soll zudem ein Notschlafzimmer für Personen in kurzfristigen Elendsituationen angeboten werden.
Abschliessend empfahl die Kirchgemeinde ihren Mitgliedern, die neue Kirchenverordnung, über die im September abgestimmt wird, anzunehmen. Dadurch würden in Zukunft auch Katholiken ohne Schweizer Pass Stimmrecht in der Kirchgemeinde erhalten.

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