Dübendorf: 24. Mai 2009 15:41
Nachwuchs-Sprayer verschönern Eishalle
Jugendliche besprayen die Eishalle mit Graffitis
Legal verschönerten vier Jugendliche die Eishalle in Dübendorf.
Die Kinder- und Jugendarbeit der Stadt Dübendorf organisierte eine legale Graffiti Aktion an der Eishalle «Im Chreis». Der Betriebsleiter der Sportanlagen, Hans-Peter Fawer, zeigt sich zufrieden mit dem Resultat.
Roger Tschallener
Viele der vorbeikommenden Passanten wissen nicht richtig, was sie von den sprayenden Jugendlichen halten sollen. Die Blicke fragen eindeutig: «Dürfen die das?». Ausnahmsweise ist die Antwort «Ja». Die Graffiti-Aktion ist eine Zusammenarbeit der Eisbahn-Betreiber und der Jugendarbeit Dübendorf, welche den jungen Talenten eine legale Fläche für ihre gesprayten Kunstwerke bietet. Die vier Jugendlichen, davon auch ein Mädchen, die das Angebot wahrnahmen, sind alle zwischen 16 und 20 Jahren alt und beschäftigten sich schon vorher mit Graffitis. Die meisten ihrer Werke mussten sie aber in den Skizzenbüchern ruhen lassen, da das besprayen von Häusern oder Zügen bekanntlich illegal ist. «Genau deshalb bin ich hier. Eine solche Gelegenheit bietet sich nur sehr selten. Hier kann ich meine Entwürfe legal in die Tat umsetzen», erzählt Philipp, der seit Samstag Morgen an seinem mehrere Meter breitem Graffiti arbeitet.
Viele Freiheiten
Grillierte Würste, Getränke und gemütliches Beisammensein erinnerten beinahe an eine Art Jugend-Dorffest. Neben den Erfrischungen wurden auch die Farben gesponsert. Man wollte die Jugendlichen möglichst viel selbstständig machen lassen, erklärt Nina Marti von der Kinder- und Jugendarbeit der Stadt Dübendorf (KJAD). «Sie mussten alles selbst planen, wir boten ihnen dafür die Wand und eine kleine Graffiti-Weiterbildung». In einem Workshop gab ein professioneller Sprayer aus St. Gallen den angehenden Graffiti-Künstlern wichtige Tipps. «Wir haben ihnen keine wirklichen Limiten gesetzt», so Marti, «lediglich rassistische oder sexistische Motive tolerieren wir nicht». So entstanden in wenigen Stunden bereits die unterschiedlichsten Werke. Das freut auch Hans-Peter Fawer. Der Betriebsleiter der Sport- und Freizeitanlagen Dübendorf AG ist sichtlich zufrieden mit dem Resultat. «Die kahle Wand war eine schlechte Visitenkarte unserer Einrichtung. Was die Jungen hier geleistet haben, ist tolle Arbeit. Es sieht schon richtig professionell aus!» schwärmt er.

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