Volketswil : 3. März 2009 07:15

«Ich will keine erkennbare Kunst machen»

Ausstellung «Il mio Mondo» von Roberto Giuralarocca

malervolki_10.jpg (Anrissbild 1)

Roberto Giuralarocca stellt seine Bilder im Gemeinschaftszentrum aus. (Bild: rt)


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In Volketswil werden Roberto Giuralaroccas Bilder erstmals in einer Ausstellung gezeigt. Seine Kunst ist abstrakt und doch strukturiert. Speziell ist: Seine Bilder können auch geleast werden.

Roger Tschallener

«Angefangen habe ich bereits als Kind mit Bleistiftzeichnungen. Die waren auch schon abstrakt. Ich kann keine konkreten Dinge wie Menschen oder Vasen malen.» Roberto Giuralarocca ist seinem Stil seither treu geblieben. Neue Techniken und Ideen liess er einfliessen, mit genauen Formen oder gar Motiven konnte er sich aber nie anfreunden. In seinen Bildern erkennt jeder etwas anderes, genau das mag er. «Aus diesem Grund signiere ich meine Bilder nicht. Jeder soll es so aufhängen können, wie es ihn am meisten anspricht», meint er.

«Alles beeinflusst mich»

Nach diversen Versuchen, unter anderem mit Acrylfarben, hat der 38-Jährige in der Ölmalerei seine Materie gefunden. Die Farben seien viel kräftiger als alles, was er bisher ausprobiert hätte. Und mit ihnen sei es möglich, Strukturen und Tiefe zu erzeugen: «Meine Bilder dürfen nicht flach und matt sein, das würde mich langweilen. Mit Hilfe der Spachteltechnik kann ich grobe, sichtbar erhobene Formen kreieren und so das Bild weiter hervorheben.» Zusätzlich dazu befindet sich unter den meisten seiner Gemälde ein weiteres Bild, dessen Farben und Strukturen an diversen Stellen durchschimmern. «Diese oft widersprüchlichen Farben geben dem Bild den gewünschten Kontrast», so Giuralarocca.
Seine Inspiration findet der Volketswiler im Alltag und durch sein Umfeld. Seine Bilder sind angeregt von Orten, Erlebnissen oder auch Personen, auch wenn dies im Endergebnis nicht direkt zu erkennen ist. «Oft komme ich nach der Arbeit nach Hause, esse mit der Familie und bringe meine beiden Mädchen zu Bett. Andere lesen dann Zeitung oder schauen Fernsehen, ich male», meint er.
Malen sei für ihn Entspannung und Selbstentwicklung. Immer wieder versucht er neue Techniken, die er sich selbst beibringt, in seine Werke einfliessen zu lassen. Die, welche ihm gefallen, finden auch in künftigen Bildern wieder Platz, die anderen übermalt er später.
In den 31 Bildern, welche im Gemeinschaftszentrum In der Au unter dem Motto «Il mio Mondo» - zu Deutsch «Meine Welt» - ausgestellt werden, ist dieses Übermalen immer wieder sichtbar. Ebenfalls häufig wird die Farbe Orange verwendet. «Ich mag diesen Farbton, für mich steht er für die Vielseitigkeit meiner Bilder. Orange kann sowohl den Frühling als auch Sommer und Herbst verkörpern und dabei ganz verschieden wirken.»

Bilder zum Leasen

Durch die breite Interpretationsmöglichkeit der Bilder können diese in beinahe jedem Umfeld gezeigt werden. Aus diesem Grund und aufgrund seiner Erfahrung als Verkaufsleiter bietet Giuralarocca seine Bilder auch als Miet- oder Leasingobjekte an. «Bei einer grossen Produktpräsentation sind leere Wände oft ein Negativpunkt. Dafür Bilder zu kaufen lohnt sich nicht, und Poster oder Digitaldrucke sehen schnell billig aus», so der Volketswiler. «Deshalb kann man meine Bilder auch für kurze Zeit mieten oder leasen, wie man das von Autos kennt. Dadurch kann seine Kunst einem grösseren Publikum gezeigt werden, freut er sich. «Die Ausstellung in Volketswil ist nur der Anfang, ich bin aber jetzt schon auf die Reaktionen gespannt.»

Roberto Giuralaroccas Ausstellung findet vom 9. bis zum 27. März In der Au in Volketswil statt. Die Vernissage ist am 6. März um 18 Uhr.

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